Freitag, 22. Mai 2009

Einfach mal in die Röhre schaun

Die Tage kam wiedermal die Abrechnung von der hochgeschätzten GebührenEinzugsZentrale. 17,28.- möchten die netten Herren in Grau gerne von mir haben, im Quartal wohlgemerkt. 17 Euro für mein neuartiges Rundfunkgerät, richtig damit ist z.B. mein PC gemeint.

Ihr fragt euch was dieser Text eigentlich soll? Vor ein paar Monaten hatte ich noch eine Fernsehkarte in meinem Rechner und hätte 17,98.- Euro pro Monat an die GEZ abdrücken müssen. Damit hat sich für mich die Grundsatzfrage gestellt, soll ich wirklich Geld für Volksmusik zahlen oder fang ich doch lieber mit World of Warcraft an?!
Also GEZ oder WoW?
Warum ich mich für die GEZ entschieden habe, mal ganz davon abgesehen dass ich WoW für den langweiligsten Scheiß überhaupt halte möchte ich mal kurz darlegen.

Zu Anfang hat sich mir die Frage gestellt: Warum gibt es die GEZ?
Die GEZ wurde geschaffen um dem deutschen Bürger eine Möglichkeit zu bieten sich objektive Informationen zu beschaffen. Deswegen ist die GEZ auch keine staatliche Organisation sondern eine öffentlich-rechtliche Verwaltungsgesellschaft und somit weitestgehend frei von möglichen Manipulationsversuchen.
Kurz gesagt repräsentiert die GEZ die freie Meinungsbildung, auch wenn es verständlicherweise schwer fällt Freiheit mit Gebühren in Verbindung zu setzen. Aber wenn wir uns jetzt mal die Situation in Amerika vor Augen führen dürfte klar sein was passieren kann. In den USA gibt es nur private Sender, die natürlich von keiner öffentlichen Stelle bezahlt werden und deswegen ihre Unkosten mit Werbung und ähnlichem decken müssen. Dadurch entsteht eine gewisse Abhängigkeit von der Industrie, eine objektive Berichterstattung ist de facto nicht mehr möglich. Privatsender werden auch weitaus weniger kontrolliert, was dann zu so wunderbarer republikanischer Stimmungsmache führt wie beispielsweise bei FOX.

Warum ich GEZ zahle obwohl ich nichtmal einen Fernseher besitze und die Fernsehkarte nicht mehr in meinem PC steckt? Das liegt unter anderem an so tollen Formaten wie: Der elektrische Reporter, Sixtus vs. Lobo und der unvergleichlichen Satire von Extra3.

So long, ich hoff ich hab euch nicht zu sehr gelangweilt.

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